Steht der Hundeplatz in Hellersdorf vor dem Aus?

Steht der Hundeplatz in Hellersdorf vor dem Aus?

2. Oktober 2017

Mitglieder haben Fragen an die BVV

Am 06.09.2017 Titelt die Berliner Morgenpost in ihrer Ausgabe:

Berlin schafft 55.000 neue Schulplätze. Senat nimmt 185 Projekte in die Investitionsplanung auf, darunter den Bau von 51 neuen Schulen.

Mit dabei eine Übersicht von Flächen, auf denen neue Schulen errichtet werden sollen.

Angst und hektisches Treiben geht im Vorstand des Vereins Helle Hunde e.V. um. Sollte das etwa schon unser Ende bedeuten? Natürlich wussten wir, dass wir einen Hundeplatz auf einer bezirklichen Schulvorhaltefläche errichtet und eine Nutzungsvereinbarung für vorerst 5 Jahre unterschrieben haben. Aber dass der Platz so gut angenommen wird, der Verein mittlerweile über 160 Mitglieder zählt, mit diesem Erfolg hat weder der 1. Vorsitzende und Initiator André Kiebis gerechnet, noch so manches andere Mitglied.

Der Bericht der Berliner Morgenpost wurde zunächst im Vorstand besprochen, an Mitglieder und Öffentlichkeit heranzutreten, wäre noch zu früh und würde unnötig Panik verursachen.

Durch die vorbildliche Kommunikation mit dem Bezirksamt, insbesondere mit der Bezirksstadträtin Juliane Witt (DIE LINKE), sowie lokalen Politikern und Mitgliedern des Abgeordnetenhauses wie zum Beispiel unser Fördermitglied Alexander J. Herrmann (CDU) hatten wir die Möglichkeit, unser weiteres Vorgehen zu beraten.

Genaue Antworten erhoffen wir uns durch die Bezirksverordnetenversammlung – kurz: BVV – zu erhalten. Hier treffen sich die Bezirksverordneten am Ende eines Monats zu ihrer öffentlichen Sitzung. Jeder Bürger hat hier die Möglichkeit, im Rahmen der Einwohnerfragestunde seine Fragen öffentlich an das Bezirksamt zu stellen.

Am 28. September 2017 fand die nächste Öffentliche Sitzung der BVV im Freizeitforum Marzahn statt, bei der zwei Vorstandsmitglieder unseres Vereines Fragen eingereicht haben. Gemeinsam mit sieben weiteren Vereinsmitgliedern traten wir als Gemeinschaft auf, unverkennbar in Vereinskleidung. Das war schon ein tolles Bild, die Aufmerksamkeit war uns garantiert.

Folgende Fragen wurden dem Bezirksamt gestellt:


Warum steht jetzt, anders als in mündlichen Zusicherungen bei Vertragsabschluss, doch das gesamte Grundstück Weißenfelser Straße auf der Liste für vorgesehene Schulbauten und nicht nur das bis jetzt brachliegende und überwucherte Stück Naumburger Ring 1-3?

Zu mündlichen Zusicherungen kann keine Aussage getroffen werden, da diese vom damaligen Stadtrat Stephan Richter getroffen wurden und dieser nicht mehr im Amt ist. Es handelt sich um zwei Vorhalteflächen, der Verein hat hier eine mittelfristige Nutzung.


Wie sieht der Zeithorizont der Planungen aus?

Es wurde im Bezirk noch gar nicht darüber debattiert. Im Mai 2017 wurden die Flächen lediglich für Neuschulbau genannt. Es liegen noch keine Planungen vor. Es ist anzunehmen, dass die Flächen in den kommenden fünf Jahren nicht bebaut werden. Sobald es nähere Informationen darüber gibt, wird der Verein darüber in Kenntnis gesetzt. Man sollte dennoch überlegen, welche Investitionen man gegebenenfalls an einem anderen Standort nutzen könnte.


Wird es, wenn auch auf dem vom Verein genutzten Grundstück Weißenfelser Straße 43 gebaut werden sollte, eine Ersatzfläche geben?

Eine Verpflichtung, dem Verein eine Ersatzfläche zur Verfügung zu stellen, gibt es vom Bezirk nicht.


Wie viele angemeldete Hunde gibt es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf?

9739 angemeldete Hunde, davon 154 Listenhunde


Mit welcher Unterstützung vom Bezirksamt kann der Verein Helle Hunde e.V. und somit der Hundeplatz in der Weißenfelser Str. 43 rechnen, dass weiterhin langfristig die Interessen der Bürger und somit auch der Hunde vertreten werden können?

Die Unterstützer haben sich durch den Erfolg des Vereines immer weiter vermehrt, in fast jeder Fraktion ist inzwischen große Unterstützung dafür da, selbstverständlich kann weiter mit Unterstützung gerechnet werden, in wie weit die Unterstützung für 2018 von der Senatsverwaltung möglich ist dazu liegen noch keine schriftlichen Aussagen vor, der Bezirk ist nah dran, die Interessen der Hunde zu vertreten


Die Aufregung war erst einmal umsonst. Es scheint so, dass der Platz für die nächsten 5 Jahre gesichert ist.

Helle Hunde e.V.
Helle Hunde e.V.